„Insektenhotels“ für die Natur- und Umweltbildung

Über das neue Insektenhotel am Heimathof in Itterbeck freuen sich die Vertreter des Biotop-Fonds der JS EL / GB, der Jägerschaft GB, des Heimatvereins Itterbeck und Umgebung und der Grafschafter Sparkassenstiftung

Grafschafter Sparkassenstiftung unterstützt Projekt des Biotop-Fonds der
Jägerschaften
10. September 2018
Itterbeck. Der Biotop-Fonds der Jägerschaften Emsland/Grafschaft Bentheim möchte, dass Kinder und Jugendliche ihre Umwelt bewusster wahrnehmen und Zusammenhänge der natürlichen Kreisläufe besser verstehen. Diesem Ziel ist die Vereinigung aus Jägerschaften und Hegeringen ein ganzes Stück
näher gekommen. Denn: Dank der finanziellen Unterstützung der Grafschafter Sparkassenstiftung in Höhe von 4.750 Euro konnten nun an fünf ausgewählten Standorten in der Grafschaft Bentheim sogenannte „Insektenhotels“ installiert werden. Mit Hilfe dieser „Hotels“, der als Brutplatz von Insekten genutzt wird und ihnen gleichzeitig Unterschlupf bietet, können Kinder und Jugendliche anschaulichen Naturunterreicht erhalten. Ein Standort ist unter anderem am Gebäudeensemble des Heimatvereins
Itterbeck und Umgebung an der Schoolstege in Itterbeck. Im Rahmen einer Projektarbeit wird das dortige Insektenhotel in Kürze von Schülern der Grundschule Itterbeck in Zusammenarbeit mit dem dortigen Hegering grundlegend für Insekten aufbereitet.
„Wir freuen uns, mit unserer Spende die Auswahl an Standorten, wo das Wissen über das Leben der Insekten vermittelt wird, vergrößert zu haben“, sagte Norbert Jörgens, Vorstandsvorsitzender der Grafschafter Sparkassenstiftung. „Seit einigen Jahren lässt sich eine Urbanisierung der Lebensumstände auch der ländlichen Bevölkerung feststellen. Viele Kinder kennen heute kaum noch die Pflanzen und Tiere ihrer Umgebung“, verdeutlicht Thomas Schomaker, Vorsitzender des Biotop-Fonds der
Jägerschaften Emsland/Grafschaft Bentheim. Nach Informationen von Schomaker hätten viele der Hegeringe auch in der Vergangenheit an Schulen und in Kindergärten die Kinder an die Natur herangeführt. Das kann nun auch live in der Natur passieren. Bei den Insektenhotels handelt es sich um eine Fachwerk-Holzkonstruktion mit Dach. Die einzelnen Fächer wurden mit unterschiedlichen Materialien (u.a. Steine, Strohmatten, Laubholz) gefüllt, die von den Insekten gerne als Schutz-,
Brut- und Rückzugsraum genutzt werden. „Durch die offene Fachwerkkonstruktion kann man die unterschiedlichen Lebensweisen der Insekten gut erkennen“, ist sich Claus Meixner, Schatzmeister des Biotop-Fonds sicher. Für einen sicheren Stand der „Insektenhotels“ sorgen die in Fundament eingearbeiteten Metallschuhe, die an allen Eckpfosten angebracht wurden. Eine gut einsehbare und erläuternde Informationstafel informiert über den Nutzen der „Hotels“. „So werden auch interessierte Wanderer und Fahrradfahrer auf die ‚Insektenhotels‘ aufmerksam gemacht, um Naturwissen
zu vermitteln“, verdeutlicht Schomaker. Mit den Fachwerk-Holzkonstruktionen soll zudem auf das bedrohte Leben der verschiedenen Insektenarten in Deutschland aufmerksam gemacht werden.
Neben der Honigbiene gebe es nach Auskunft von Meixner viele weitere blütenbestäubende Insekten, die in den letzten Jahren stark zurückgegangen sind. Viele dieser Insekten wie beispielsweise die Wildbienen, Hummeln und Wespen legen im Sommer Eier in morsches Holz, Lehmboden, Sandboden,
Mauerlücken, Reisighaufen, hohle Äste oder Grashalme. Diese verschiedenen Biotope werden in einem „Insektenhotel“ ausführlich dargestellt. „Insekten sind sehr nützliche Tiere, beißen und stechen den Menschen gewöhnlich nicht. Viele Wespenarten helfen sogar, Schadinsekten und andere
Plagegeister wie Mücken und Stechfliegen in ihrem Bestand zu regulieren, sodass sie keine Überhand nehmen“, erklärt Schomaker. Neben Itterbeck gibtes an folgenden Standorten nun weitere für die Schüler gut erreichbare Insektenhotels:
• Nordhorn, Nach Schleuse 2
• Kloster Bardel, Am Wacholderhain
• Wilsum, Am Mühlenteich 1 und
• Lohne (Lohner Esch).

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