In blühende Landschaften zurückziehen

Die Rückzugs- und Saumfläche voller Blüte werden von Insekten und Wildtieren angenommen. Josef Schwindel (v.l.), Reinhard Gansefort, Matthias Wiels, Franz Bußmann, Wilhelm Schepers und Herman Wocken machten sich bereits ein Bild.

Jäger und Biogasanlagenbetreiber legen freiwillig Rückzugsflächen an – Erhalt der Artenvielfalt – Ruhemöglichkeiten

Aschendorf (eb) – Im Bereich des Hegerings Aschendorf (zur Jägerschaft Aschendorf-Hümmling gehörend) sind ca. 5 Hektar 2-jährige Rückzugsund Saumflächen (RüSa) über den Biotop-Fonds der Jägerschaften Emsland / Grafschaft Bentheim angelegt worden. Weiterhin wurden auf freiwilliger Basis der landwirtschaftlichen Biogasanlagenbetreiber ca. 3 Hektar RüSa-Flächen bestellt.

Durch das Anlegen zahlreicher RüSa-Flächen in Aschendorf und im gesamten Emsland sowie der Grafschaft Bentheim wurde die Kulturlandschaft unserer Region für Tiere und Pflanzen ökologisch aufgewertet. Seit der Aussaat der Kultur- und Wildblumen sind etwa 3 Monate vergangen. Mittlerweile blühen zahlreiche Pflanzen wie Borretsch, Phacelia, Ringelblume, Malve und Sonnenblume.

Samtgemeindebürgermeister Hermann Wocken begrüßt ausdrücklich den Einsatz des Hegerings Aschendorf und des Biotop-Fonds für Maßnahmen der Hege und Pflege der Artenvielfalt im Gemcindebereich Neulehe. Die Jäger nähmen ihren gesetzlichen Auftrag sehr ernst, so Wocken und wünscht sich eine Fortsetzung des Biotop-Fonds-Projekts.
Die RüSa-Blühstreifen werden von den Dorfgemeinschaften sehr positiv aufgenommen und viel diskutiert, so der Hegeringleiter Josef Schwindel.

Reinhard Gansefort, Bürgermeister von Neulehe, ist selber Landwirt und hat beispielgebend seibereinige Blühstreifen angelegt. Die Landwirte in Neulehe unterstützen die Aktionen des Hegerings Aschendorf durch Bereitstellung geeigneter Flächen für Biotopschutzmaßnahmen zum Erhalt der Artenvielfalt, so Josef Schwindel.

Anika Börries, Geschäftsführerin des Biotop-Fonds, stellt in den RüSa-Flächen zahlreiche Schmetterlingsund andere Insektenarten fest, die besonders während der Brut wichtig für viele Vögel der Feldflur sind, die in den Blühstreifen so einen reich gedeckten Tisch vorfinden. Gerade für Singvögel, aber auch für die Küken von Kiebitz, Fasan und Rebhuhn bilden Insekten in der ersten Lebensphase die wichtigste Nahrungsgrundlage.

Im Namen des Biotopfonds bedankt sich Wilhelm Schepers beim Hegering Aschendorf und den Landwirten für die kooperative Zusammenarbeit und die unkomplizierte Umsetzung der Maßnahmen schon im ersten Projektjahr. Diese RüSa-Maßnahme bietetdurch die Zweijährigkeit nachhaltig Nahrung, Deckung und Ruhemöglichkeiten für die Tiere der Feldflur, diese Maßnahmen und Aktivitäten sind beispielhaft und leisten einen wichtigen Beitrag zum Erhaltder Artenvielfalt in der Feldflur. Daneben sollen auch noch vorhandene naturnahe Flächen und Randstreifen erhalten und gepflegt werden, so Börrries.

Wer Fragen zu dem Projekt hat, selber eine Fläche für dieses Projekt im Emsland oder der Grafschaft Bentheim zur Verfügung stellen möchte, kann sich an den Biotop-Fonds unter Tel. 0 59 51/98 93 18 oder per E-Mail an info@biotopfonds.de wenden.

Erschienen in der EL-Am Sonntag vom 08.08.2012

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