Einige Tiere leiden unter intensiver Landwirtschaft

Rehwild profitiert von der Intensivierung der Landwirtschaft. (Foto: Anika Börries)

Rehwild profitiert von der Intensivierung der Landwirtschaft. (Foto: Anika Börries)

Niederlangen. Über die Auswirkungen der intensiven, auf Gewinn ausgerichteten Landwirtschaft auf die Tier- und Pflanzenwelt hat der Vizepräsident der Landesjägerschaft Niedersachsen, Josef Schröer, beim ersten Niederlangener Natur- und Heimatfreundetag referiert.

Es handele sich, so Schröer, um eine „schleichende, aber doch spürbare“ Entwicklung, bei der es „Gewinner und Verlierer“ gebe. Zu den Gewinnern zählten die Wildschweine, das Rehwild, der Fuchs, der Dachs, der Marderhund und der Waschbär, aber auch die Grau- und Nilgans. Die Verlierer seien vor allem Fasane, Rebhühner, Kiebitze, Brachvögel, Störche, Schmetterlinge und einige Froscharten. Durch die moderne Anpflanzung und breit gefächerte Ernte fänden sie weder genügend Nahrung noch einen geeigneten Brutplatz. Der Vizepräsident, selbst Bauer, rief dazu auf, über realisierbare Auswege nachzudenken und bereits mit Erfolg erprobte Wege anzuwenden.

Vorbereitet worden war die Veranstaltung vom Heimatverein Niederlangen und vom Hegering Lathen. Nach dem Vortrag von Schröer stellte der Geschäftsführer des Kreisheimatvereins Aschendorf Hümmling, Hans Albers den Gästen in einem Bildvortrag die Samtgemeinde Lathen und insbesondere die Gemeinde Niederlangen und die Aktivitäten des Heimatvereins vor.

Bei den Referenten bedankten sich Hegeringsleiter Manfred Trimpe aus Lathen, der Vorsitzende des Heimatvereins Niederlangen, Heinrich Schwarte, der Arbeitskreissprecher der Arbeitsgemeinschaft Land- und Forstwirtschaft, Hubert Albers, und Schriftführerin Ulrike Küppers.

Zum Abschluss spielte die Jagdhornbläsergruppe des Hegerings Lathen. Ihr Leiter Hans Klapprott erklärte die verschiedenen Jagdsignale.

Erschienen am 15.12.2011 in der Lingener Tagespost

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