Hegering Haselünne unterstützt Biotop-Fonds – Immer weniger Tierarten im Landkreis Emsland

Haselünne. Der Hegering Haselünne unterstützt den von den emsländischen Jägerschaften und der Jägerschaft der Grafschaft Bentheim gegründeten Biotop-Fonds. Ein entsprechender Beschluss ist auf der Mitgliederversammlung gefasst worden.

Hegeringleiter Michael Steuter informierte über die Gründe, die zu der Initiative der beiden Jägerschaften geführt haben, und über die Ziele des Fonds. Ausschlaggebend seien der alarmierende Artenschwund in der Kulturlandschaft und die damit einhergehende Monotonisierung der Agrarlandschaft. Es fehlten Deckungsmöglichkeiten für Wildtiere.

Ursachen seien die intensive Grünlandnutzung mit vier bis fünf Schnitten sowie die Mahd von Grünroggenflächen für Biogas in der Brut- und Setzzeit. Hinzu kämen der Wegfall alter Gebäudestrukturen als Nistplätze und starker Flächenverbrauch durch die öffentliche Hand.

Der Biotop-Fonds, erläuterte Steuter, solle dazu dienen, zielorientierte Gegenmaßnahmen in der Fläche umzusetzen. Dabei sei an die Schaffung von Rückzugs- und Saumflächen sowie Blühstreifen gedacht. Weitere Maßnahmen seinen die Übersaat alter Grünlandnarben mit speziellen Wildkräutermischungen und die Wiederherstellung von Wegeseitenräumen und Gewässerrandstreifen.

In seinem Streckenbericht meldete der Hegeringleiter, dass sich das Ergebnis gegenüber dem Vorjahr beim Rehwild um fünf Stücke auf 214, beim Fasan von 256 auf 322 und beim Kaninchen von 253 auf 358 erhöht habe. Die Hasenstrecke sei mit 161 um sieben Tiere geringer ausgefallen.

Als „überaus erfreulich“ bezeichnete Michael Steuter den Rückgang des Fallwildes. Der Tontaubenstand sei von Hegeringen, Gruppen und Sportschützen sowie für die Jungjägerausbildung gebucht worden. Im laufenden Jahr seien bereits alle Samstage verplant.

Für 25-jährige Mitgliedschaft wurden Ulli Bölle und Wilhelm Sabelhaus ausgezeichnet. Seit 40 Jahren sind Bernhard Geers, Anton Schulte, Heinrich Berentzen und Hans Tensing in der Jägerschaft dabei. Geehrt wurde Hubert Heydt für 50-jährige Mitgliedschaft. Die Jungjäger Marian Jorga und Ingo Wilmink erhielten ihre Jägerbriefe.

Erschienen am 20.03.2012 in der Meppener Tagespost

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