Langjährige Verdienste gewürdigt – Mitgliederversammlung der Jägerschaft: Rudolf Lammers ist jetzt Ehrenmitglied der Lingener Jäger

Lingen. Zum 60. Mal hat Rudolf Lammers aus Lünne an einer Mitgliederversammlung der Jägerschaft Lingen teilgenommen. In Anerkennung seiner großen Verdienste um das Deutsche Waidwerk ist Lammers jetzt Ehrenmitglied der Jagdorganisation im Altkreis Lingen.

Der Einladung zur Mitgliederversammlung waren über 250 Jägerinnen und Jäger gefolgt; unter ihnen auch viele Jungjäger. Sie durften nach bestandener Prüfung den Jägerbrief entgegennehmen.

In einem Grußwort bestätigte Kreisbaurat Dirk Koopmeyer, dass er die Verantwortlichen der drei Jägerschaften im Landkreis Emsland als ausgesprochen engagierte Naturschützer kennengelernt habe. In verschiedenen Zusammenkünften sei es beispielsweise um Biotopgestaltung, Verkehrssicherheit und die Ausweisung von Landschafts- und Naturschutzflächen gegangen. In Zukunft gebe es Themen und Probleme, für die gemeinsam nach Lösungen gesucht werden müsse. „Der Landkreis versteht sich ausdrücklich als Partner“, so Koopmeyer.

Jägerschaftsvorsitzender Hubert Ull informierte über aktuelle Fragen zu Waffen, zur Waffenaufbewahrung und zum Waffentransport.

Bei einer Gegenstimme wurde die Beitragsanhebung für Mitglieder von 45 auf 50 Euro beschlossen.

Die Bewertung der Hegeschau übernahm erstmals der neue stellvertretende Kreisjägermeister Heiner Hüsing. Er wies auf eine noch nie da gewesene Anzahl von Damhirschen hin: 85 Trophäen wurden vorgestellt.

Die stärksten Rehböcke konnten Adolf Lölver aus Holsten (goldene Plakette), Hermann Korves aus Altenlingen (silberne Plakette) und Ernst Mönster aus Lengerich (bronzene Plakette) zur Strecke bringen.

Stellung bezog Hüsing zu Gedanken, im nördlichen Emsland die Wildkatze wieder einzuführen. Die Jägerschaften und auch der Landkreis Emsland hätten sich gegen die Auswilderung ausgesprochen. Die vorgesehenen Fördergelder in Höhe von 2,5 Millionen Euro sollten lieber dem von den Jägerschaften der Landkreise Emsland und Grafschaft Bentheim gegründeten Biotopfonds fließen.

Über den Biotopfonds informierte Mitinitiator Josef Schröer aus Mundersum. Der Vizepräsident der Landesjägerschaft Niedersachsen zeigte sich sehr zufrieden mit der Entwicklung. „Das Töpfchen ist schon gut gefüllt“, so Schröer. Es seien namhafte Spenden eingegangen, und die Maßnahmen würden von vielen Landwirten aktiv unterstützt. Die Jägerschaften im Emsland und der Grafschaft Bentheim können Saatgut für rund 200 Hektar zur Verfügung stellen.

Über praktische Möglichkeiten, Ruhezonen und Rückzugsflächen zu finden, informierte Jochen Roling. Im 400-Hektar-Revier der Familie Schumacher in Schapen seien fünf Hektar sogenannter Schattenflächen anhand von Luftaufnahmen ermittelt worden.

Weitere Informationen unter www.biotopfonds.de.

Erschienen am 27.03.2012 in der Lingener Tagespost

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Um Spam zu vermeiden, lösen Sie bitte den Captcha: * Time limit is exhausted. Please reload the CAPTCHA.